Klára Kolonits
Klára Kolonits wurde in Budapest geboren. Sie schloss ihr Studium an der Franz-Liszt-Musikakademie ab. Seit 2002 ist sie Solistin Ungarischen Staatsoper in Budapest.
Im Jahr 2010 wurde ihr der renommierte Liszt-Preis verliehen. 2013 und erneut 2018 erhielt sie den Titel Kammersängerin der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Ebenfalls 2018 erhielt sie das Stipendium der Ungarischen Kunstakademie; ihr ausgezeichnetes Projekt konzentrierte sich auf Stimmpädagogik und Psychologie.
Im Jahr 2020 erhielt sie den Kossuth-Preis, die höchste Auszeichnung des ungarischen Staates für Verdienste um die ungarische Kultur, für ihre außergewöhnlich virtuose Gesangstechnik, ihr hervorragendes Belcanto-Repertoire und ihre herausragende künstlerische Qualität im In- und Ausland.
Ihr Kernrepertoire besteht aus Belcanto-Opern: Bellinis »Norma«, »I Puritani« (Elvira), »Beatrice di Tenda«, »I Capuleti ed i Montecchi« (Giulietta), Donizettis »Maria Stuarda«, »Lucia di Lammermoor« und «Lucrezia Borgia«.
Besonders am Herzen liegt ihr der ungarische Belcanto, die Opern von Ferenc Erkel: »Bánk bán« (Melinda), »Hunyadi László« (Erzsébet Szilágyi), »Bátori Mária« und »Erzsébet«. Die französische Opernliteratur ist ebenfalls ein wichtiger Teil ihres Repertoires, darunter die dreifache Rolle in »Les Contes d’Hoffmann« und Marguerite de Valois in »Les Huguenots«.
Ihr Verdi-Repertoire umfasst Violetta (»La Traviata«), Odabella (Konwitschnys Inszenierung von »Attila« in Nürnberg), Gilda (»Rigoletto«), Gulnara (»Il Corsaro«), Luisa Miller und Maria-Amelia (»Simon Boccanegra« in Rouen, inszeniert von Phillip Himmelmann, dirigiert von Antonello Allemandi).
Die dritte Säule ihres Bühnenrepertoires ist Mozart: »Die Entführung aus dem Serail« (Konstanze), »Don Giovanni« (Donna Anna in Österreich und Kroatien, Donna Elvira), »Così fan tutte« (Fiordiligi), »Le nozze di Figaro« (Gräfin), »Ascanio in Alba« (Fauno) und »Die Zauberflöte« (Königin der Nacht in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und beim Savonlinna-Festival, wo sie die Rolle auf Finnisch sang).
In der Saison 2024/2025 erweitert sie ihr Repertoire um drei neue Rollen: Verdis Desdemona (»Otello«), Adams’ Pat Nixon (»Nixon in China«) und Imogene in Bellinis »Il Pirata«.
Auf dem Konzertpodium wird sie besonders für ihre Interpretation des Sopranparts in Verdis Requiem geschätzt. Ein wichtiger Teil ihrer künstlerischen Tätigkeit ist zudem die Interpretation der außerordentlich reichen Lied- und Kunstlied-Literatur.
Foto: Kaya Ariel Woytynowska
