Die Familie Schroffenstein

DIE FAMILIE SCHROFFENSTEIN

von Heinrich von Kleist

Rund 200 Jahre nach Shakespeare schreibt Heinrich von Kleist seine Version von »Romeo und Julia«. Im mittelalterlichen Schwaben sind die beiden Häuser der Familie Schroffenstein, Rossitz und Warwand, seit jeher verfeindet. Grund ist ein Erbvertrag, der besagt, dass beim Aussterben des einen Stammes dessen gänzlicher Besitz dem anderen zufällt. Ein ungeklärter Todesfall erschüttert das ohnehin fragile Gleichgewicht, Rachepläne werden geschmiedet. Einzig Agnes und Ottokar setzen der Gewalt ihrer Väter die Utopie ihrer Liebe entgegen. Für einen Moment scheint es, ihre Gefühlsgewissheit könnte die Familie versöhnen …

»Die Familie Schroffenstein« ist Heinrich von Kleists Debüt, emotionsgeladen, voller poetischer Sprachkunst, spannend wie ein Thriller. Vorurteile und Missgunst trüben den Blick auf die Wahrheit — mit tragischen Folgen. In einer Gegenwart, in der politische Brandstifter verbal aufrüsten, bereitwillig zu Mitteln des Krieges greifen und eine ›Wir zuerst-Mentalität‹ propagieren, ist die Frage nach den Ursprüngen von Feindschaft und Abschottung dringlicher denn je. Ist Versöhnung möglich?

Premiere
Donnerstag, 15. Januar 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus

Matinée
Sonntag, 11. Januar 2026, 11.00 Uhr, Foyer

Vortrag »Mobilmachung der Gefühle. Heinrich von Kleist als Stratege der Rache« mit Dr. Jens Bisky
Sonntag, 18. Januar 2026, 11.00 Uhr, Podium.bar

Altersfreigabe [12+]

Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten (inklusive einer Pause)

Galerie
Trailer
Inszenierung Kay Metzger
Ausstattung Heiko Mönnich
Licht Johannes Grebing
Regieassistenz & Abendspielleitung Nemanja Leković
Inspizienz Oliver Eisenmenger
Soufflage Ruth Dohle

Weitere Mitwirkende

 

Mit
Markus Hottgenroth (Rupert, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Rossitz) Anne Simmering (Eustache, seine Gemahlin) Vincent Furrer (Ottokar, ihr Sohn) Henning Mittwollen (Johann, Ruperts natürlicher Sohn) Gunther Nickles (Sylvius, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Warwand) Stephan Clemens (Sylvester, sein Sohn, regierender Graf) Stefanie Schwab (Gertrude, Sylvesters Gemahlin, Stiefschwester der Eustache) Emma Lotta Wegner (Agnes, ihre Tochter) Frank Röder (Jeronimus von Schroffenstein, aus dem Hause Wyk) Christel Mayr (Barnabe, Tochter einer Totengräberswitwe)

Zusätzliche Rollen

 

Höreinführung

Pressestimmen

»Mit seiner Lichtkomposition legt Johannes Grebing die Wucht der Gefühle offen, die Kleists Menschen umtreiben. Die Atmosphäre, die er so erschafft, ist bemerkenswert. [...] Kleists Sprachkunst zelebriert Kay Metzgers letzte Inszenierung als Intendant am Ulmer Theater betörend schön. Doch auch die schroffe Wortgewalt erfasst sein Ansatz. Wie viel der Intendant, der 2018 das Ulmer Theater übernommen hat, mit seinem Schauspielensemble erreicht hat, zeigt ›Die Familie Schroffenstein‹ aufs Schönste. «

Elisabeth Maier // Theater der Zeit

»Das Ensemble überzeugt durchweg mit emotionaler Präzision. [...] Wenn sich der Fokus auf das Liebespaar verlagert, entstehen hochpoetische Momente radikaler Verletzlichkeit dank des furios berührenden Spiels von Vincent Furrer und Emma Lotta Wegner. [...] Das ist unbequemes, zeitgenössisches Theater – klug zugespitzt und von großer Wucht.«

Florian Arnold // Augsburger Allgemeine

»Die vorzügliche Darstellerriege leistet einen großen Beitrag zu diesem Abend. Wegner und Furrer ragen mit der besonderen Chemie heraus. Herauszuheben ist aber auch der Auftritt von Christel Mayr als Barnabe[...]. Großer Applaus am Ende für Ensemble, Ausstattung und Regie. Ein Höhepunkt der Spielzeit: Über dieses Stück sollten die Leute reden.«

Marcus Golling // Südwestpresse

»Am Donnerstag feierte Metzgers Version des Familiendramas à la ›Romeo und Julia‹ Premiere, großen Applaus gab es nicht nur für die gelungene Inszenierung und Heiko Mönnichs kongeniale Bühnenausstattung, sondern auch für ein großartiges Ensemble. [...] Uneingeschränkt empfehlenswert.«

Marion Schrade // Reutlinger Generalanzeiger

»Ein vibrierender Text, gespielt von einem grandiosen Ensemble in einem tollen Bühnenbild von Heiko Mönnich: ein Höhepunkt der Spielzeit.«

Nachtkritik // Südwestpresse

»Ulms Intendant Kay Metzger [fährt] als Regisseur ein herausragendes Ensemble auf. Im ebenso minimalistischen wie genial-wandelbaren Bühnenbild von Heiko Mönnich entfaltet sich ein düsteres Schauspiel, das einem Konflikt bis zum bittersten Ende folgt.«

Florian Arnold // Donau-Zeitung

Termine

05/02/26 DO Großes Haus
20.00
20/02/26 FR Großes Haus
20.00
22/02/26 SO Großes Haus
14.00
25/02/26 MI Großes Haus
20.00
alle

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